Erasmus+-Projekt in Andalusien: Inklusion im internationalen Austausch

Bereits im vergangenen Jahr war ein Team der IES Alguadaira über Erasmus+ zu Gast an der
Erich-Kästner-Schule in Alsfeld und informierte sich über die schulische Inklusion im
Vogelsbergkreis. Der aktuelle Besuch knüpfte an diese Zusammenarbeit an und ermöglichte
eine vertiefte Partnerschaft und Schulfreundschaft.
So wurden von den Teilnehmenden eine unseren Kindergärten ähnliche Einrichtung der
Educación Infantil, eine Schule der Educación Primaria (vergleichbar mit unserer Grundschule)
sowie zwei Sekundarschulen und eine Förderschule (Centro de Educacíon Especial) besucht,
um dort Beispiele für die Umsetzung der schulischen Inklusion in Spanien kennenzulernen.
Neben vielen entdeckten Gemeinsamkeiten waren es auch die Unterschiede, die den Reiz der
Erkundung ausmachten. Ein früherer Schuleintritt als in Deutschland, eine ausgedehntere
Grundschulzeit und deutlich längeres gemeinsames Lernen aller Schülerinnen und Schüler bis
zur 9. Klasse sind hier exemplarisch zu nennen.
Als Gemeinsamkeiten wurde u.a. die hohe Bedeutung der sozial-emotionalen Entwicklung der
Schülerinnen und Schüler als Basis für schulisches Lernen wahrgenommen. Alle waren sich
einig: Lehrkräfte haben die Aufgabe, positive Bindungen aufzubauen und die Lernenden auch
emotional zu unterstützen statt ausschließlich Wissen zu vermitteln.
Am 1. Mai endete das Jobshadowing und man kehrte zurück nach Deutschland, mit vielen
positiven Eindrücken, Ideen und auch dem bestärkten Gefühl, dass an unseren heimischen
Schulen ebenfalls bereits viel inklusive Arbeit geleistet wird. Die wertvollen Impulse aus
Spanien sollen dazu genutzt werden, die Arbeit der Erich-Kästner-Schule zu bereichern. Denn
im spanischen Austausch, wie auch im heimischen Vogelsberg gilt das Schulmotto der EKS: In
Vielfalt vereint.